Nürnberg findet Lösungen.

Innovationen.

In Nürnberg wirkten Behaim und Ohm. Hier fuhr die erste deutsche Eisenbahn. Hier wurden Taschenuhr und Funkuhr erfunden. Kann man in einem innovativeren Klima tagen?

In früheren Zeiten war der „Nürnberger Witz“ sprichwörtlich. Die Nürnberger Handwerksmeister, Forscher und Ingenieure fanden oft verblüffend einfache und ungewöhnliche Lösungen. Wie der Drahtzieher Rudolf aus Nürnberg, der im 14. Jahrhundert mittels eines Schaukelstuhls die ganze Kraft seines Körpers zum Ziehen des Drahtes nutzte. Oder das Vorbild aller Uhrmacher, Peter Henlein, der den damals gerade erfundenen Federantrieb in eine tragbare Uhr einbaute.

Erfindungsreichtum hat Tradition

Vielseitig talentiert waren sie ebenfalls. Hans Hautsch erfand 1649 den ersten Krankenfahrstuhl. Später baute er die erste Wasserspritze mit kontinuierlichem Wasserstrahl, mechanisierte Puppenhäuser, versuchte sich an einer Flugmaschine und entwickelte den Streuglanz aus Bronze. Karl Gebhardt, der Gründer des Nürnberger Uhrenmuseums erfand, aus dem 2. Weltkrieg heimgekehrt, den Horizontalbagger, um den Schutt einfacher aus den Straßen räumen zu können. 1958 war er der erste, der die Genauigkeit eines mechanisches Uhrwerk mithilfe von Funk synchronisierte und in späteren Jahren entwickelte er maßgeblich die erste Solar-Funkuhr mit. Er beschäftigte sich mit Gewächshäusern, erdbebensicheren Fertighäusern, der Photovoltaik und hatte ganz nebenbei die Idee für die quadratische Form der Ritter-Schokolade. Ein Supertalent? Nein, eben ein Nürnberger mit Witz.

Nürnberger Erfinder und Erfindungen

Jahr Ausgewählte Meilensteine der Industriegeschichte

um 1300 Die ersten Nürnberger Lebkuchen werden gebacken.

1369 Der "Schockenzieher" Rudolf aus Nürnberg erzeugte mit einem Schaukelstuhl die Kraft zum zum Drahtziehen.

1390 Ulman Stromer gründet die erste Papiermühle.

1492 Martin Behaim schuf den ältesten erhaltenen Erdglobus.

1500 Erhard Etzlaub erfindet mit der berühmten "Rom-Wegkarte" die erste Straßenkarte für das Heilige Römische Reich.

1504 Peter Henlein erfindet die erste Taschenuhr mit Federantrieb.

1640 bis 1655 Der Nürnberger Zirkelschmied Hans Hautsch war einer der produktivsten Nürnberger Erfinder. Er erfand unter anderem eine Feuerspritze mit kontinuierlichem Wasserstrahl und den bronzene Streuglanz für Tapeten.

ca. 1700 Johann Christoph Denner erfindet die Klarinette.

1824 Konrad Kuppler konstruiert die erste Hängebrücke Kontinentaleuropas, den Nürnberger Kettensteg.

1835 Die erste Eisenbahn nimmt in Deutschland zwischen Nürnberg und Fürth den Betrieb auf, der berühmte "Adler".

um 1840 Lothar von Faber beginnt mit der Vermarktung des typischen, sechseckigen Markenbleistifts.

1843 Georg Simon Ohm, damals Direktor der Polytechnischen Schule Nürnberg, entdeckt das „Ohmsche Gesetz der Akustik“.

1876 Sigmund Schuckert baut in Nürnberg die erste elektische Straßenbeleuchtung Deutschlands sowie die erste elektrische Bogenlampe und den Scheinwerfer.

1923 "Em-eukal" von Dr. Carl Soldan wird das erste deutsche Hustenbonbon.

1929 Das Geburtsjahr von "Tempo", dem ersten Papiertaschentuch, hergestellt von den Vereinigten Papierwerken.

1958 Karl Gebhard enwickelt ein Funkgleichlauf-Regulierwerk, mit dem mechanische Uhrwerke sekundengenau per Funk synchronisiert werden konnten.

1971 Entwicklung des Textmarkers "Stabilo Boss" durch die Schwan-Bleistift-Fabrik.

ab 1982 Entwicklung des MP3-Formates zur Speicherung von Audiodateien durch Universität Erlangen-Nürnberg und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen.

Information.

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